Dem Edelkrebs eine Chance
Ein Bericht von Winfried
Langenfeld www.Hochwald-Edelkrebse.de
Edelkrebse
- Urzeittiere - Haben Sie noch eine Chance zum Überleben?
Seit
mehr als 250 Millionen Jahren leben Krebse auf unserer Erde und kaum ein
anderes Lebewesen konnte sich so lange auf unserem Planeten behaupten.
Schöne
Lebewesen sind sie- die Flusskrebse. Hier soll insbesondere die Rede vom
Edelkrebs
(Astacus Astacus) sein, der uns sowohl vom Erscheinungsbild als auch von der
Biologie fasziniert. Kiemenfüßler nennt man sie auch, die Tiere, die sowohl aus
der Luft, als auch aus dem Wasser ihren Sauerstoff zum Atmen entnehmen.
Als
Zehnfüßler gehören sie zu der Gruppe der „Dekapoda“.
Vier
Schreitbeinpaare, vier Schwimmfußpaare bilden den Bewegungsapparat.
Zwei
kräftige Scheren, die dem Edelkrebs auch beim Menschen Respekt verschaffen,
sind sowohl Waffen, als auch Fanggeräte und Zerkleinerungswerkzeuge. Als
nachtaktives Tier nützt es zwei lange Fühler als Orientierungshilfe.
Bewundernswert
ist die Rückwärts gerichtete Schwimmbewegung, die durch kraftvolles Einklappen
des Schwanzteiles entsteht.
Ein
kleines Wunder in der Welt der Tiere ist der kräftezehrende Häutungsvorgang,
der Vorraussetzung zum Wachstum des Edelkrebses ist. Als Abfallprodukt entsteht
ein Exuvium, der abgestreifte Panzer, der einen kompletten Krebs darstellt. In
dieser Phase nennt man ihn den „Butterkrebs“, da er nun einige Tage butterweich
ist und wehrlos. Deshalb sucht er in dieser Zeit sein Versteck auf, bis der
neue Panzer durchgehärtet ist.
Auch
die Fortpflanzung ist außergewöhnlich.Bei tieferen Temperaturen ab Oktober
findet die Paarung statt, ca 2 Wochen danach der Eiausstoß.
Bis
Ende Mai des darauf folgenden Jahres trägt das Weibchen pflegend, bewegend und
hegend bis zu 200 Eiern unter dem Schwanzteil, die dann als Larven schlüpfen
und nach der ersten Häutung als Minikrebse zum eigenen Schutze die Nähe der
Mutter verlassen.Von diesen Krebsbabys werden in der Natur aufgrund ihrer
Feinde nur ca.10% überleben.
Als
Allesfresser gilt der Edelkrebs als die „Gesundheitspolizei“ des Wassers, weil
er aufräumt und vertilgt, was sonst faulen würde. Algen gehören zu seiner
Lieblingsspeise, dazu Schnecken, Würmer, herabfallendes Laub (Detritus) und
auch Plankton.
Somit
ist der Edelkrebs auch für eine Verbesserung der Wasserqualität verantwortlich.
Viele
lange Jahre diente er den Menschen als wichtiger Eiweißlieferant, da er in
großen Mengen in unseren Gewässern vorhanden war. (Er ist übrigens der Größte
unserer heimischen Flusskrebse ,Länge bis 17 cm Gewicht bis 250g.)
Durch
Gewässerverschmutzung, Bachbegradigungen, und vieles mehr wurde Ende des
19.Jahrhundert unsere Flusskrebse stark dezimiert.
Dazu
kam dann die Einschleppung der Krebspest(Aphanomyces astaci )durch importierte
Amerikanische Flusskrebse, die sich in unseren Gewässern ausbreiteten.
Die
Krebspest ist ein Schlauchpilz, mit dem fast alle Amerikanischen Krebse
infiziert sind, d.h. sie sind Überträger, selbst jedoch resistent.Unsere
heimischen Arten sterben im Infektionsfalle, was heute diese Tierart gefährdet.
Edelkrebse
sind mittlerweile vom Aussterben bedroht. Viele Arbeitskreise beschäftigen sich
mit der Rettung unserer heimischen Flusskrebse.
Zu
unseren Zielen gehört die Wiederansiedlung der vom Aussterben bedrohten
heimischen Edelkrebse in unsere geeigneten Gewässer.
Hierbei
spielen auch geeignete Teiche mit autonomem Wasserkreislauf eine wichtige
Rolle.
Deshalb
kam uns der Gedanke, man könnte auch geeignete Gartenteiche , Löschteiche und
Weiher in der Natur mit Edelkrebsen besetzen, die dann eigene Populationen
aufbauen und somit wären „Genpools“ für diese Tiere geschaffen .Jeder Genpool
erhöht die Überlebenschance dieser Tiere.
Edelkrebse
leben in Harmonie mit anderen Wassertieren und verbessern wie schon erwähnt die
Wasserqualität.
Man
könnte etwas sinnvolles für die Natur tun, hätte Spaß und auch wirtschaftlichen
Nutzen.
Von
einer relativ geringen Investition.
WOLLEN
WIR DEM EDELKREBS GEMEINSAM EINE
CHANCE ZUM ÜBERLEBEN GEBEN?
Wir
stehen beratend zur Seite, wenn es um die Beantwortung fachlicher Fragen geht.
Unsere
Edelkrebszucht befindet sich im saarländischen „Schwarzwälder Hochwald“
Dem Luftkurort Weiskirchen. Entsprechend wohl fühlen sich auch unsere
Edelkrebse in der Zuchtanlage, die nun schon die dritte Generation Edelkrebse
hervorgebracht hat.
Für den
Interessierten empfiehlt sich die Internetseite:
www.Hochwald-Edelkrebse.de
Mit
freundlichen Grüßen
Winfried
Langenfeld
Hochwald-Edelkrebse
Tel. 0177/6626381
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